Philosophie im weiteren Sinne

 

Im Bild oben im Slider auf dieser Seite ist ein Vitriol zu sehen. Er steht stellvertretend für den "Stein der Weisen". Im weiteren Text findest Du interessante Erläuterungen zu diesem besonderen Stein.

Ein Teil meiner Philosophie des Lebens und Wirkens beschreibt sich in einem Analogiegesetz, dass lautet:

„Wie oben, so unten.“

oder 

„Dasjenige, welches Unten ist, ist gleich demjenigen, welches Oben ist, und dasjenige, welches Oben ist, ist gleich demjenigen, welches Unten ist, um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.“

Diese Aussage ist eine These der „Tabula smaragdina“ und der Schlüssel zur hermetischen Philosophie, benannt nach Hermes Trismegistos, dem Urvater der Alchemie. Dieser „dreimal grosse Hermes“ war Priester und Eingeweihter in Ägypten. Seine genaue Biographie verliert sich im Dunkel der Geschichte. Hermes Trismegistos schrieb die Quintessenz aller Weisheit in fünfzehn Thesen auf eine Tafel aus grünem orientalischem Korund nieder. Die Tafel, die seit langem verschollen ist und durch Texte und mündlich überliefert wurde, ist unter dem Namen „Tabula smaragdina“ bekannt.


In diesen fünfzehn Thesen ist alles Wissen zusammengefasst, dass dem Menschen jemals zugänglich ist. Dieser Text beschreibt die Schöpfung des Universums und gleichzeitig die Herstellung des alchemistischen Steins der Weisen. Für den Menschen, der alle Thesen der „Tabula smaragdina“ ganz versteht, werden alle Bibliotheken überflüssig, denn er besitzt die ganze Weisheit. Wer sich die Mühe macht durch Studien in die hermetische Sprache und Symbolik immer tiefer einzutauchen, wird irgendwann einmal die Bedeutung der 15 Thesen selbst erleben können. Wie oben, so unten bedeutet für uns, dass Himmel und Ozean eins sind, nur verschiedene Erscheinungsformen aufweisen, die bei genauer Betrachtung allerdings auch wiederum eins sind. Hinter dem Analogiegesetz „wie oben, so unten“ steht die Annahme, dass überall in diesem Universum „im Himmel und auf Erden“, im makrokosmischen wie im mikrokosmischen Bereich, auf allen Ebenen der Erscheinungsformen die gleichen Gesetze herrschen.


Dieses Analogiegesetz gestattet es dem Menschen, das gesamte Universum ohne Grenzen begreifen zu lernen. Wir dürfen uns dafür bereit machen, dieses Universum in seiner Gesamtheit als ein Kosmos (griechisch: Kosmos= Ordnung) anzuerkennen. Wenn der Kosmos eine geordnete Einheit darstellt, dann besteht auch überall die gleiche Gesetzmässigkeit, im Grossen wie im Kleinen, wie oben, so unten. Diese Analogie berechtigt Paracelsus, den Menschen als Mikrokosmos dem Makrokosmos gleichzustellen. Der Mensch ist das getreue Abbild des makrokosmischen Universums. Wir können aussen nichts finden, was nicht auch in der Analogie des Menschen zu finden ist und umgekehrt.


Bedeutsam ist auch die Herstellung des alchemistischen Steins der Weisen. Die Anfangsbuchstaben der lateinischen Worte: "Visita Interiora Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem”, zu Deutsch: „Suche das Untere der Erde auf, vervollkommne es, und du wirst den verborgenen Stein finden“ (oder auch: „Besuche das Innere der Erde, durch Läuterung wirst du den verborgenen Stein finden“) ergeben den Namen VITRIOL. Vitriol war schon früh als Kupfer- oder Eisenvitriol bekannt, aus dem die Alchemisten Schwefelsäure für die Bearbeitung von Metallen hergestellt haben.


Vitriol ist aber auch ein alchemistisches Symbol für den Prozess der Transmutation, also der sagenumwobenen Wandlung von Blei zu Gold, und auf den Menschen bezogen für dessen Wandlung vom Dunklen und Kranken zum Licht, zu Gesundheit und Bewusstwerdung. Wir empfinden unser Leben und Wirken als alchemistischen Prozess. Unseren eigenen Lebensweg und jedes Zusammenkommen mit anderen Menschen erleben wir als einen Transformationsprozess des Lebens, indem wir uns wandeln vom Dunklen zum Licht und vom Kranken zum Gesunden.

Bei all dem Hinstreben zum Licht möchte ich allerdings darauf hinweisen, das es nicht darum geht den (Lebens - ) Weg zum triumphalen Sieg über das Dunkle und die Finsternis verkommen zu lassen oder darauf zu reduzieren, wie es in vielen patriarchalen Traditionen nur allzuoft geschehen ist. Hier folgt auf den Tag die Nacht, auf den Sommer der Winter und auf die Arbeit das Spiel.

Mir ist wesentlich die Dunkelheit und Finsternis in ihrer eigenen Qualität zu schätzen und wahrzunehmen und als Ursprung für alles zu begreifen. In matriarchalen Traditionen beispielsweise ist die Sichtweise meist umgekehrt von der patriarchalen Tradition:

die Nacht ist gefühlsmässig vor dem Tag, der Winter vor dem Sommer, Ruhezeiten vor Aktivität. Wie entspannend es ist, sich in diese Tradition einzufühlen. Denn gerade in vielen esoterischen, psychologischen und religiösen Weltanschauungen wird Licht als gut und Dunkel als böse angesehen. Und doch hat alles, alles seinen Ursprung in der Dunkelheit - in der dunklen Geborgenheit des Mutterschoßes, in der Stille tief in der Erde, im samtigen Schwarz des Weltalls, aus dessen grossen Geheimnis alles enstanden ist.

Ähnlich wie in der Erzählung „Der Alchimist“ von Paulo Coelho suchen wir alle nach unserem ureigenen Schatz in dieser Welt. Der Alchimist handelt von einem andalusischen Schäfer, der auf der Suche nach einem vergrabenen Schatz wesentliche Lebensweisheiten begreift. Er findet sich selbst und entdeckt immaterielle Bereicherungen in allen Seinsbereichen und die Liebe.

Ich von Wasserengel begleiten gerne andere Menschen ein Stück weit auf dem Weg ihrer Reise und geben wertvolle Impulse, damit sie den Mut entwickeln nach ihrem eigenen Schatz zu suchen und ihn finden. Als Schatz bezeichne ich den ureigenen Lebenstraum eines jeden Menschen, der nach seiner Verwirklichung strebt und gelebt werden möchte in der Weltenseele.


Ich erlebe es als tiefe Freude durch meine eigene Entwicklung und gemeinsam mit anderen Menschen für uns alle durch die Dunkelheit hindurch einen lichteren, bewussteren Zustand zu erreichen.

Bei allen Herausforderungen, die das Leben an mich stellt, sind Freude und Spass am Leben, ein frohes, mutiges und trauensvolles Herz, viel Lachen, gesunde Selbstliebe, Dankbarkeit und Liebe im Umgang miteinander für mich gelebte Qualitäten.

 

Sei willkommen im Leben in Liebe und Dankbarkeit